Reformationsjubiläum 2017

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Weltausstellung

Endspurt in Wittenberg: Nur noch vier Wochen LichtKirche und Segensroboter

EKHN/RahnLichtkirche in Wittenberg bei Church@NightLichtkirche in Wittenberg bei Church@Night

Nur noch bis zum 10. September präsentiert sich die hessen-nassauische Kirche auf der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg mit LichtKirche und "Segensroboter". Am Wochenende sind Clemens Bittlinger und die Stellvertrende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf zu Gast. Und getraut wird in der Nacht.

Bildergalerie

Kirchenpräsident Jung nach dem Test des "Segensroboters" Das Team der LichtKirche in Wittenberg mit "BlessU-2" - Übrigens 2. von rechts ... Ersta Taufe an der Lichtkirche in Wittenberg mit Pfarrer Fabian Vogt Segensroboter BlessU-2: Ganz schön groß für Kleine Studierendengottesdienst in der LichtKirche in Wittenberg Blick über Wittenberg mit Schloßkirche (links)
Rahn/EKHNLichtkirche im Reformationssommer 2017Lichtkirche im Reformationssommer 2017

Die letzten vier Wochen der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg sind angebrochen. Nur noch bis zum 10. September präsentiert sich die hessen-nassauische Kirche auf der Schau anlässlich des 500. Jahres der Reformation. Im Mittelpunkt steht dabei die mobile LichtKirche, die nachts in bunten Farben leuchten kann. Der mehrfach mit Architekturpreisen ausgezeichnete Sakralbau aus Plexiglas und Holz in Laufweite der traditionsreichen Schlosskirche will einen zeitgemäßen spirituellen Raum eröffnen. Der Auftritt steht unter dem Motto „Segen erleben – Moments of Blessing“.

Segensroboter fast 6.000 Mal im Einsatz

Für Aufsehen sorgt weiter ein besonderer Segensparcours rund um die LichtKirche mit der interaktiven Installation „BlessU-2“. Das als „Segensroboter“ bekannt gewordene elektronische Gerät sucht mit Besucherinnen und Besuchern passende Segensworte aus der Bibel aus und sagt sie in sieben Sprachen zu. „BlessU-2“ kam inzwischen fast 6.000 Mal zum Einsatz. Am meisten gewünscht wurden rund 4.000 deutschsprachige Segen, gefolgt von über 800 im hessischen Dialekt, rund 500 in englischer Sprache und immerhin 125 in Spanisch. Im Internet wurden Videos mit „BlessU-2“ inzwischen über 60.000 Mal angeklickt. Eindrücke zu dem Kommunikationsexperiment, das nach den Folgen der Digitalisierung fragt und das Thema Segen neu zur Sprache bringen will, können in Wittenberg per Zettelkasten oder gleich im Internetportal der Lichtkirche geäußert werden: www.Lichtkirche.de/Segensroboter.

Freitag: „Church@Night“ mit Trauung in der Nacht

Auch am kommenden Wochenende ist an der LichtKirche und beim „Segensroboter“ in der Nähe der Exerzierhalle an der Berliner Straße wieder volles Programm angesagt. Am Freitag (11. August) heißt es ab 21.30 Uhr „Church@Night“. Dabei wird die LichtKirche zu einem Nachterlebnis. Bei Einbruch der Dunkelheit spielt die LichtKirche ihre Reize voll aus. In allen Farben des Regenbogens erstrahlt dann das mobile Gotteshaus aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mitten in Wittenberg. Dazu gesellt sich um das mehrfach mit Architektur- und Lichtdesign-Preisen prämierte Gebäude eine Mischung aus Musik und nachdenklichen Texten. Das hat auch ein Paar so fasziniert, dass es sich Freitagnacht an der Lichtkirche den Segen Gottes abholen will und sich dort trauen lässt.

Sonntag: Konzert mit Bittlinger und Gottesdienst mit Scherf

Am Sonntag (13. August) ist an der LichtKirche beim Gottesdienst die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf und der Liedermacher Clemens Bittlinger zu Gast. Ab 12 Uhr heißt es: „Ich reformiere jetzt auch!“. Um 15 Uhr ist dann Clemens Bittlinger noch einmal mit einem eigenen Konzert an der Lichtkirche zu hören. 

 

Mehr zum Auftritt der hessen-nassauischen Kirche in Wittenberg: www.lichtkirche.de
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Hintergrund

LichtKirche

Seit 2009 bietet die LichtKirche bei Großveranstaltungen einen Raum für Gebet und Gottesdienst, Musik und vielfältige kulturelle Aktionen. Das 18 Tonnen schwere transportable Gotteshaus ist 13 Meter lang, 4,30 Meter breit und 8 Meter hoch. Der rund 50 Quadratmeter große Bau verfügt über einen nach außen gerichteten Altarbereich, der auch große Freiluftveranstaltungen zulässt. Die Kirche besteht aus einer besonderen Holzkonstruktion. Ihre Außenhaut ist komplett mit satinierten Plexiglasplatten verkleidet, die das Tageslicht durchscheinen lassen. Die Kirche kann zudem in verschiedenen Farben illuminiert werden und als Projektionsfläche für Videoinstallationen dienen. Das mobile Gotteshaus erhielt bereits den „Deutschen Lichtdesign-Preis“ in der Sparte Event und Messen, wurde mit der vom Bund Deutscher Architekten vergebenen „Joseph-Maria-Olbrich-Plakette für ausgezeichnete Architektur in Hessen“ prämiert und erhielt die vom Land Hessen und der Architekten- und Stadtplanerkammer ausgelobte „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Hessen 2011“ sowie den „Holzbaupreis Hessen 2011“. Entworfen wurde die mobile LichtKirche vom Darmstädter Architekturbüro raum-z-architekten. Das Lichtdesign entwickelte Moritz Herdt von moe lighting (Groß-Zimmern).

Segens-Parcours mit „BlessU-2“

Die Installation „BlessU-2“ ist Teil des Parcours zum Thema „Segen erleben - Moments of Blessing“, Das Angebot soll dazu beitragen, dass Menschen ihr theologisches Verständnis von Segen schärfen, die vielschichtige biblische Tradition des Segens wahrnehmen und dem geistlichen Geheimnis des Segens auf die Spur kommen. Dabei wirft das kommunikative Experiment weiterführende Fragen auf: Was geschieht beim Segnen? Welche Voraussetzungen braucht es für einen Segen? Dadurch werden bereits bekannte mediale Themen wie etwa „Wirkt ein Segen, der im Radio oder im Fernsehen  gesendet wird?“ auf die neuesten technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ausgeweitet. „BlessU-2“ selbst kommuniziert mit den Besucherinnen und Besuchern über ein Display – ähnlich wie bei einem Bankautomaten. So können die Gäste per Eingabe unter anderem wählen, ob und in welcher von sieben möglichen Sprache ihnen ein biblischer Segen zugesprochen wird oder in welcher Situation er ihnen eine Hilfe sein soll. Daraufhin sucht das Gerät einen Spruch aus und liest ihn vor. Es kann anschließend auch ganz klassisch auf Papier ausgedruckt mitgenommen werden. An der Installation stehen dabei jederzeit gesprächsbereite Mitarbeitende. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Alexander Wiedekind-Klein, der als Ingenieur und leidenschaftlicher Roboterbauer beispielsweise für Bühnenproduktionen technische Installationen oder Spezialeffekte entwickelt. Zudem hat er „Robotest“, einen jährlichen Wettkampf für autonome Roboter, ins Leben gerufen und ist Begründer der Webseite „Roboterwelt.de“. Er lebt in Cochem an der Mosel.

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