Reformationsjubiläum 2017

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Miteinander, nicht übereinander reden

Thesen zur Einheit der Christen am 27. September in Heppenheim

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Bei der Abschlussveranstaltung der Reihe „Außer Thesen nichts gewesen?“ zum 500. Reformationsjubiläum geht der Arbeitskreis Ökumenische Erwachsenenbildung Heppenheim am 27. September der Frage nach: Wie viel Einheit ist möglich und nötig unter Christen?

bbiewDer Arbeitskreis Ökumenische Erwachsenenbildung Heppenheim v.l. Angelika Ballwig-Schramm, Christel Fuchs, Norbert Köhler, Tilman Pape Barbara Balke und Frank Meessen

Dafür hat der Ökumenische Arbeitskreis mit Dr. Martin Bräuer einen ausgewiesenen Experten gewinnen können. Der evangelische Theologe ist Catholica-Referent des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim und wird seine Thesen zur Einheit der Christen am Mittwoch, den  27. September, im Heppenheimer Marstall (Amtsgasse 5) vortragen. Im Anschluss ist Gelegenheit zur Diskussion.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.
Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt 1.50 Euro.

"Auf das schauen, was uns verbindet

Bereits seit drei Jahren beschäftigt sich der Arbeitskreis, der von den vier katholischen und den beiden evangelischen Gemeinden im Stadtgebiet Heppenheims getragen wird, mit dem Reformationsjubiläum. „Es geht dabei immer um aktuelle Fragen, bei denen ein Interesse an Klärung besteht – etwa was die katholische Kirche Luther zu verdanken hat. Eine solche Fragestellung mit dieser Zuspitzung wäre in den 50er bis 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts  in der katholischen Kirche wohl kaum möglich gewesen“, meint der Leiter des Katholischen Bildungswerks Bergstraße/Odenwald, Dr. Frank Meessen. Damals seien die Konfessionsgegensätze zu schroff gewesen.

„Wir wollen jetzt auf das schauen, was uns verbindet“, meint der Pfarrer für Ökumene im Evangelischen Dekanat, Tilman Pape. Der durch die Strukturreform der Pfarreien bereits 2000 als zunächst rein katholischer Arbeitskreis für Erwachsenenbildung gegründet, wurde ab 2014 ökumenisch. „Auf das Reformationsjubiläum kann man nicht nur durch die katholische Brille schauen. Die Evangelischen haben doch dazu etwas Entscheidendes zu sagen“, meint Barbara Balke von der katholischen Gemeinde St. Peter. „Wir wollen schließlich miteinander und nicht übereinander reden“, ergänzt Norbert Köhler von der St. Bartholomäusgemeinde. Der Arbeitskreis versteht es ausdrücklich nicht als Defizit, wenn es unterschiedliche Auffassung gibt. „Pluralität ist eine Bereicherung“, betont Angelika Ballwig-Schramm von der St.Michael-Gemeinde.

„Ökumene der dritten Art“

Nach Abschluss der Reihe zum Reformationsjubiläum will der Arbeitskreis im kommenden Jahr etwas Neues entwickeln und sich Fragen stellen, auf die es noch keine fertigen Antworten gibt. Zum Beispiel, ob ein Gottesbezug in die hessische Verfassung aufgenommen werden soll. Dabei gehe es um eine „Ökumene der dritten Art“ – nämlich wie gläubige und nicht-gläubige Menschen miteinander ins Gespräch kommen könnten. Dabei setzt der Arbeitskreis auf Themen wie etwa die „Ehe für alle“, die für Christen, Kirchenferne, Atheisten oder Agnostiker gleichermaßen von Interesse sind. „Wir wollen nicht allein eine innerkirchliche Öffentlichkeit ansprechen, sondern auch nach außen wirken“, betont Christel Fuchs von der Heilig-Geist-Gemeinde. Dafür ist mit der Veranstaltung am 27. September ein Anfang gemacht „Wir haben bewusst keinen kirchlichen, sondern mit dem Marstall einen neutralen, säkularen Ort ausgewählt.“

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