Reformationsjubiläum 2017

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200 Jahre Nassauische Union

Unionsfest vom 11. bis 13. August in der Europäischen Reformationsstadt Idstein

(c) DekanatUnionskirche IdsteinUnionskirche Idstein

Vom 11. August bis zum 13. August feiern die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Kirchengemeinde Idstein, und Evangelische Dekanat Rheingau-Taunus und viele Kirchengemeinden im Umland „200 Jahre Nassauische Union“. Die Feierlichkeiten finden in der Europäischen Reformationsstadt Idstein statt, die 2016 diesen Titel offiziell verliehen bekommen hat.

(c) Dekanat Rheingau-TaunusAurelia und Herzog WilhelmAurelia und Herzog Wilhelm

Auftakt macht Freitagabend (11. August) ein Festakt der EKHN, an dem unter anderem die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kirchenpräsident Dr. Volker Jung teilnehmen. Die Festrede wird Alt-Bischof Dr. Axel Noack halten. Im Rahmen des Festaktes sollen dann auch die „Unionsfenster“ in der Unionskirche offiziell eingeführt werden.

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten im August 2017 ist sicherlich das Unionsfest am Samstag, den 12. August für Bürger und die Öffentlichkeit. Von 10 bis 16 Uhr gibt es Angebote rund um das Motto „Unterschiede überwinden – gemeinsam feiern.“ Großgruppenspiele, Erzählzelte, Stadtführungen, den Alterssimulationsanzug AleX, eine Tombola, das Rheingauer Inklusionsmobil sind unter anderem vor Ort. Wer will kann zudem an einer Unionsbibel mitschreiben, oder isch mit Gänsekiel und Feder probieren. Man kann Kurzfilme zur Reformation sehen, gemeinsam Tanzen vor der Kirche, neue und alte Thesen mit dem Reformator Luther persönlich bei Tischgesprächen diskutieren oder kulinarische Köstlichkeiten aus nah und fern probieren.

Kindermusical in der Unionskirche

In der dann wieder geöffneten Unionskirche gibt es ein musikalisches Programm, unter anderem um 13 Uhr und um 15 Uhr ein extra von Dekanatskantor Carsten Koch komponiertes Kindermusical.

Ab 16 Uhr trommelt die Gruppe „Mizuki“ mit ihren japanischen Trommeln förmlich alle Aussteller und Besucher auf den Löherplatz zusammen, bevor dann Fabian Vogt um 17 Uhr mit Musikern aus der Region eine „Unionsband“ gründet, die zum Abschluss ein fröhliches „Unionsfest“ feiert. Lieder zum Mitsingen, Gemeinschaft feiern und „ein bisschen Woodstock-Atmosphäre“ erhofft sich Vogt, wenn die Menschen mit Decken und Campingstühlen sich auf dem Platz niederlassen.

Am Sonntag findet dann um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst in der Unionskirche statt, an dem Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die Festpredigt halten wird.

Hintergrund Nassauische Union

Im August 1817 wurde in der Idsteiner Unionskirche so etwas wie ein „Konfessionsfriede“ zwischen Lutheranern und Reformierten geschlossen. Für die letzen Meinungsverschiedenheiten in Glaubensfragen konnte nach langen Ringen endlich ein Konsens gefunden werden. Dadurch war es beiden Konfessionen möglich unter anderem gemeinsam im Gottesdienst das Abendmahl zu feiern. Die „Nassauische Union“ stellt somit ein besonderes historisches Ereignis in der Weiterentwicklung des Protestantismus dar, weil sie die erste Union zwischen zwei Konfessionen in einem deutschen Flächenland war. Daraus entwickelte sich das Motto der 200 Jahr-Feierlichkeiten: Motto „Unterschiede überwinden – gemeinsam feiern.“

Aus heutiger Sicht vielleicht ist es vielleicht nicht mehr so gut nachvollziehbar, dass das nicht möglich sein sollte, „aber das wäre ungefähr so, als würde man eingefleischten Fußballfans von Eintracht Frankfurt und und Darmstadt 98 bitten, im gleichen Block zu sitzen und die gleiche Mannschaft anzufeuern“, versucht Christian Weise vom Dekanat die damalige Stimmungslage zu erklären.

Weitere Informationen unter www.evangelisch-rheingautaunus.de „200 jahre Nassauische Union“: ev.oeffentlichkeitsarbeit.rt@ekhn-net.de; Telefon 06128-4888-27.

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